Deutsches Rotes Kreuz
KV Rendsburg-Eckernförde
Ortsverein Eckernförde e.V.

Foto: Eine Notiz zeigt den Leitspruch des Deutschen Roten Kreuzes: Wir helfen gern! Dieses Foto ist gleichzeitig ein Link und führt Sie zur Unterseite: Fördermitgliedschaft.

Der Winter ist vorbei, die Sommer nähert sich. Aber hat man die passende Bikinifigur als Frau? Der Mann mit seinem kleinen Bäuchlein steht daneben. Beide wollen eine schöne Figur am Strand machen. Was nun?

Die kleinen Pölsterchen sind "mal ok" aber auf Dauer werden sie doch schon belastend. Man(n und Frau) denkt, dass die Ernährung eigentlich stimmt, die Bewegung auch aber dennoch wird das Gewicht nicht weniger - oder im Gegenteil, es wird sogar mehr. Aber was tun? Wir könnten hier nun zahlreiche "Experten"meinungen aufschreiben, wiederrum wiedersprechen sich die Aussagen eh. Wir kümmern hier uns um viele Themen die um die Ernährung geht. Gegliedert in folgende Themen:

  • Gesundheitsfragebogen
  • Energieverbrauch
  • Kalorienverbrauch in 30min
  • Ein Kilo Fett in ...
  • Verhaltensempfehlung (Berechnung)
  • Sinn und Unsinn von Diäten
  • Essen mit Herz und Verstand
  • Früchtezeit = Konfitürenzeit
  • Gesunde Vollkost
  • Lauter Wissenswertes über Tee
  • Kräuter und Gewürze
  • Pflanzenöle in der Ernährung
  • Nährwerttabelle
  • 2.800 Lebensmittel
  • Gewichtstabelle

WICHTIG

Teste Dich selbst. Bevor nun zahlreiche Themen angeklickt und durchgelesen werden, empfehlen wir den Gesundheitsfragebogen jetzt direkt auszufüllen in 2 bis 4 Wochen noch einmal. Die Selbsteinschätzung ist für dich wichtig, um zu wissen ob und was du ggf. ändert kannst.

 


 

Foto: Welche Diät ist die Richtige?

Foto: Pixabay.de

 

Sinn und Unsinn von Diäten

 

Schaltet man den Fernseher ein, kommen die Werbespots mit "imakeyousexy.com" (was übrigens eine Abofalle ist aber das nur am Rande) oder man schlägt eine Zeitschrift auf und schon hat man die neusten Diäten, die neusten Ernährungstipps und vieles mehr. Aber gegen Übergewicht helfen keine radikalen Hungerkuren und keine Wunderpillen. Vorab möchten wir auch hier eine wichtige Sache betonen. Wir wissen, dass viele Menschen ihre Erfolge durch diverse Diäten erreichen. Dagegen möchten wir nichts sagen, genauso wenig möchten wir mit den Beitrag abraten!

Wenn man abnehmen möchte, gibt es ein paar Dinge zu beachtet, die allein schon psychologisch sehr wertvoll sind.

  • JA zur Gewichtskontrolle. Aber nur einmal in der Woche
  • JA zur Waage, aber nur auf der ein und selben Waage
  • NEIN zu Abnahmrekorden. Andere "Abnehmer" sollten keinen Einfluss haben. "3 Kilo in 5 Tagen" ... oder ähnliches
  • JA zur langsamen, aber stetigen Gewichtsabnahme parallel zu langfristigen Veränderung der Ernährung. Es macht keinen Sinn, sich selber unter Druck zu setzen dass x Kilo in x Tagen abgenommen werden müssen. Da wird der Kopf blockieren und der Stoffwechsel funktioniert nicht, wie er bei einer einfachen Abnahme funktionieren sollte
  • NEIN zu Radikalkur. Den Körper auf keinen Fall plötzlich und massiv dazu zwingen die - bisher - gewohnte Ernährung zu ändern und nur noch auf "leichte Ernährung" umsteigen.

Wir empfehlen daher

  • langsame Abnahme ist gesünder als massive Abnahme (bis zu 4 Kilo pro Monat)
  • realistische Abnehmziele setzen. Dabei keine Brücke verwenden wie z.B. " 10kg in 10Wochen " oder " 5kg in 5 Wochen".
  • Das erwünschte und später erreichte Gewicht halten. Heißt, dass wenn das Wunschgewicht nun vorhanden ist, nicht gleich wieder loslegen mit dem eigentlichen Leben bzgl. der Ernährung
  • tägliche Kalorienmenge sollte nicht weniger als 1200 - 1500 kcal sein.
  • Fettarm essen. 40 - 60g Fett pro Tag ist okay.
  • Sportliche Aktivität die Spaß macht und einfach ist, ist ein Muss. Nicht zwingen x Stunden auf zahlreiche Sportgeräte in der Muckiebude zu verbringen. Joggen, Walking, Aqua Jogging, Schwimmen, Fahrrad fahren ... das kann jeder

Der erste Schritt ist immer die Kopfsache, dann die Umstellung von Ess- und Trinkgewohnheiten. In diesem Beitrag gehen wir aus "platzgründen :)" nur auf wenige Diäten ein und zwar

 Die Diäten.
1. Formular-Diät
2. Mischkost Diäten (z.B. Brigitte Diät, Weight Watchers, Fit for fun)
3. FdH
4. Low Fat Diät
5. Low Carb Diät (z.B. Atkins, Southbeach)
6. Trennkost
7. Kohlsuppen-Diät
8. Blutgruppen-Diät
9. Glyx-Diät
10. Fastenkuren
11. Appetitzügler

 

  1. Formular-Diäten sind diese Pulverdiäten. Gibt es als Modifast, Slimfast oder Optifast. Wird mit Wasser oder Milch angerührt. Ziel? Sie sollen eine oder mehrere Mahlzeiten ersetzen. In solchen Pulver-Mix-"Diäten" sind lebensnotwendige Nährstoffe vorhanden und sollten auf keinen Fall "alle" Mahlzeiten ersetzen. Nicht umsonst haben solche Diäten den Hinweis, dass sie nicht länger als drei Wochen ohne ärztlichen Rat verwendet werden dürfen. 
    Unser Fazit: Durch die eintönige Ernährung entwickeln viele ein starkes Bedürfnis nach etwas "Gutem", nach etwas "Herzhaftem". Das führt nach der "Pulverdiät" zu erhöhter Kalorienaufnahme. Außerdem lernt man nichts über eine ausgewogene Ernährung.


  2. Mischkostdiäten /// Brigitte Diät
    Diese Diäten sind der Renner. Sie nennen sich insgeheim 1000-1500 Kalorien-Mischkost-Diät. Hier soll der Verbraucher nicht die Kalorien zählen, sondern "vorgeschriebene" Rezepte / Menüs einfach nachkosten. Es sind vielseitige und ausgewogene Lebensmittel.
    Unser Fazit: Die Rezepte sind gut gewählt und auch einfach vorzubereiten. Aber möchte man auf eine kleine Feierlichkeit gehen, sind diese Rezepte etwas unflexible. Was ebenfalls fehlt sind die anderen Aktivitäten die zu einer Diät gehören. Und zwar Sport, Bewegung, Stressbewältigung oder oder oder. Wer seine Essgewohnheiten auf Dauer anpasst kann dennoch abnehmen

    Mischkostendiäten /// Weight Watchers
    Jeder hat schon was von dieser Diät gehört. Aber "Weight Watchers"? Was heißt das. Den Ursprung hat die freie Übersetzung bei "das Gewicht beobachtet". Hier werden keine Lebensmittel verboten, lediglich in "Punkte" eingeordnet. Und täglich darf nach dieser Diät nur eine gewisse Punktzahl am Tag gegessen werden. Psychologisch eine wertvolle Art und Weise. 
    Unser Fazit: Weight Watchers ist eine Art Selbsthilfegruppe - im entferntesten Sinn. Erfahrungsaustausch in der Community ist ein kleiner Schatz für betroffene. 


  3. Fit for fun
    Ebenfalls aus eine "beim Arzt liegende Zeitschrift" ist diese Diät. Fettarme und abwechslungsreiche Mischkost, zusammen mit sportlichen Aktivitäten und einem Fitnessprogramm ist diese Diät schon eine gute Wahl, wenn man darauf zurückgreifen muss. Viel Input erhält der Verbraucher beim Essverhalten und beim Bewegungsverhalten von Übergewichtigen. Ebenfalls hat diese Diät den Vorteil, dass sie keine Lebensmittel verbietet. Du darfst essen, jedoch in Maßen. Die Speisepläne haben eine Kalorienaufnahme zwischen 1.400 und 2.000 kcal. Durch diese Kalorienzufuhr sollen sowohl die Heißhungerattacken aber auch der Jojo-Effekt vermieden werden.
    Unser Fazit: Wenn Diät, dann diese. Sowohl die Ernährungsumstellung als auch die sportliche Aktivität sind eine gelungene Kombination für das dauerhafte Abnehmen.


  4. FdH
    Wir halten von dieser Diät nichts, denn sie verkauft sich als "sehr einfache Diät". Und das nur, weil sie dem Verbraucher sagt "All deine gewohnten Mahlzeiten einfach halbieren. Frühstück, Mittag, Abendessen, zwischendurch. Wie auch immer. Dabei erwähnt diese Diät nichts von Sport oder einfache Bewegungen. Geschweige denn die Aufklärung über Lebensmittel ist irgendwo aufgezeichnet.
    Unser Fazit: Dem Verbraucher wird die Einfachheit dieser Diät verkauft aber weder an sportlicher Aktivität noch an Wissen über Lebensmittel wird dem Verbraucher vermittelt. Also der Abnehm-Faktor liegt bei 0.

  5. Low Fat Diät
    Wenn man bedenkt, dass je 1 Gramm Fett bis zu 9 Kilokalorien aufgenommen wird, dann ist diese Diät recht ansprechend. Diese Diät ist erfolgsversprechend, wenn man ein paar Grundregeln beachtet wie z.B. Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte in ausreichender Menge zu sich zunehmen. Außerdem wäre die Orientierung an der Lebensmittelpyramide ein hilfreicher Faktor. Eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten mit genügend Bewegung ist auch hier das Ziel für eine dauerhafte Schlanke Linie.

  6. Low Fat 30
    Bei dieser Diätform werden nur die Fettkalorien berücksichtig. Nur 30% der täglichen Kalorienmenge darf aus Fett bestehen. Das entspricht 60g Fett pro Tag und ist ein sicherer Weg abzunehmen. Vorsicht jedoch bei der Unterschreiben, denn beim Fetthaushalt können Störungen auftreten.
    Unser Fazit: Die deutsche Gesellschaft für Ernährung kann diese abwechslungsreiche und ausgewogene Kost (also die Diät) empfehlen. Wir ebenfalls.


  7. Low Carb Diät (Übersetzung: Wenig Kohlenhydrate)
    Diese Diät möchte, dass man wenig bis gar nicht Kohlenhydrate zu sich nimmt. Sondern lieber Eiweiß und Fett, da darf zugelangt werden. Diese Diät ist in Amerika richtig populär. Aber positive Erfahrungswerte gibt es keine. Die bei dieser Diät anfallenden Stoffwechselendprodukte belasten die Nieren, eine mögliche Folge sind unter anderem Gichtanfälle. Außerdem kann eine Erhöhung des Harnsäurespiegels und der Blutfettwerte zu Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

    Hier gibt es 2 bekannte Diäten. Die Atkins-Diät und South-Beach-Diät. Interessante Namen sind es ja.

    Atkins = Kein Brot, aber Spiegeleier mit Speck zum Frühstück, so viel man mag und essen kann. Keine Kartoffeln aber mittags Eisbein oder Bratwurst. Vitamine in Tablettenform, aber abends Wurst, Käse, Fisch satt. Man soll keine Kohlenhydrate essen, denn ein gestörter Kohlenhydratstoffwechsel lasse die Dicken dicker werden. Der Fettgehalt von deutlich über 50 % und ein Eiweißanteil von 20 - 35 % kann sogar bei gesunden Menschen den Stoffwechsel durcheinander bringen. 
    Unser Fazit: Fett gegen Fett ist eine ungesunde Art, ans Abspecken zu gehen. Der hohe Fleisch- und Fettkonsum kann nicht nur die Blutfettwerte, sondern auch die Harnsäure erhöhen und Gichtanfälle begünstigen. Verhaltensänderungen in der Ernährung spielt keine Rolle bei dieser Diät. 
    South-Beach-Diät
    Im Gegensatz zur Atkins-Diät werden hier die guten und schlechten Fette unterschieden. Während pflanzliche Öle, vor allem Olivenöl und Nüsse erlaubt sind, bleiben tierische Fette weiter gestrichen. Ausnahme: Fischöl/-fett. Weiterer Unterschied zur Atkins-Diät ist, dass nicht alle Kohlenhydrate vermieden werden soll. Sondern Produkte aus weißem Auszugsmehl wie Brot, Nudeln, Kartoffeln oder zuckerhaltige Lebensmittel. 
    Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, die ebenfalls Kohlenhydrate enthalten sind dagegen erlaubt. Diese Diät verbietet jedoch in den ersten zwei Wochen jegliche Kohlenhydrataufnahme. Nach den zwei Wochen werden allmählich Kohlenhydrate mit in den Speiseplan eingebaut
    Unser Fazit: Als Dauerkost ist die South-Beach-Diät nicht zu empfehlen. Nährstoffe werden dem Körper vorenthalten. Fett, dass in großen Mengen verzehrt werden kann, hat die meisten Kalorien. Der Mensch nimmt nur ab, wenn er weniger Kalorien isst und trinkt, als er benötigt. 


  8. Trennkost
    Die Trennkost fordert nach dem Grundsatz "der Mensch soll nicht mischen, was die Natur zu mischen unterließ", Eiweiß und Kohlenhydrate innerhalb einer Mahlzeit zu trennen. Ihre Verfechter gehen davon aus, dass Kohlenhydrate und Eiweiß nicht gleichzeitig verdaut werden können. Die Folgen können Gärungsprozesse im Dünndarm sein.
    Unser Fazit: Eine strikte Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten ist unmöglich, da fast alle Nahrungsmittel beide Bestandteile enthalten. Viele pflanzliche Kohlenhydratlieferanten sind gleichzeitig wichtige Eiweißquellen z.B. Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Der Fettanteil an der Energiezufuhr ist mit 50 % viel zu hoch. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren ist dreimal so hoch wie von den Ernährungsgesellschaften empfohlen. 



  9. Kohlsuppen-Diät
    Die Kohlsuppe ist derzeit groß angesagt. Suppenfans sollen in einer Woche bis zu fünf Kilo abspecken können. Für Kohlsuppe spricht: Sie ist kalorienarm und füllt den Magen, ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Die Rezeptur verlangt hauptsächlich Weißkohl, nach Geschmack auch Frühlingszwiebeln, Tomaten, Paprika, Staudensellerie. Gewürze peppen die Suppe auf. 
    Unser Fazit: Fraglich ist die Fett-Verbrenner-These. Der Körper soll für die Verbrennung des ballaststoffreichen Kohls mehr Energie aufwenden als er durch ihn bekommt. 100g Kohl enthalten rund 25 Kilokalorien. Die Kohlsuppen-Diät erzielt eine Gewichtsabnahme, weil sie zur Ausscheidung von viel Wasser und zum Abbau von Muskelmasse, nicht aber Fettgewebe führt. Während der Diät lern man nichts über eine gesunde kalorienarme Ernährung. Aus diesem Grund verfällt der Übergewichtige wieder in seinen alten Ernährungsgewohnheiten. Die Gewichtszunahme nach der Kohlsuppen-Diät ist damit vorprogrammiert.


  10. Blutgruppen-Diät
    Klingt im ersten Moment ein wenig suspekt aber ja. Es gibt sie. Jede Blutgruppe reagiert auf bestimmte Eiweiße in der Nahrung anders. Das zumindest behauptet der Naturheilkundler Dr. Peter J. D´Adamo und andere, die in seinem Fahrwasser für die vier Blutgruppen des Menschen vier Ernährungskonzepte aufstellen. Die These lautet: Eiweiße schädigen den Körper, indem sie Blutzellen verklumpen. Dieser Gefahr können wir jedoch begegnen, wenn wir uns blutgruppengerecht ernähren. Dann halten wir spielend unser Idealgewicht, werden langsamer alt und senken unser Risiko für viele Erkrankungen wie z.B. Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Störungen der Leberfunktionen. Für jede Blutgruppe werden die Lebensmittel in 3 Kategorien eingeteilt: besonders vorteilhaft sind Nahrungsmittel, die wie Medizin wirken, neutral einzustufen ist ein Nahrungsmittel, das lediglich der Ernährung dient. Die dritte Kategorie, die wie Gift wirkt, sollte gemieden werden.

    0-Typ-Diät = Eiweißreich, Obst und Gemüse, jedoch arm an Milch- und Getreideprodukte sowie Hülsenfrüchte
    A-Typ-Diät = Vegetarische Ernährung und Milchprodukte stark Einschränken. Fisch und Sojaprodukte sind erlaubt.
    B-Typ-Diät = Können fast alles essen, aber Roggen, Weizen, Schwein und Huhn ist vom Speiseplan gestrichen
    AB-Typ-Diät = Kombination von A- und B-Typ in "moderner Verschmelzung". Wenig Fleisch, viele Milchprodukte, Eier und Getreide.

    Unser Fazit: Die Zubereitung ist recht aufwendig. Kochen für Familienmitglieder ist mit Mehraufwand verbunden, wenn verschiedene Blutzuckergruppen zu berücksichtigen sind. Für eine Dauerernährung ist diese Diät nicht geeignet. Zu fett, zu eiweißreich, zu viel Cholesterin (außer bei Blutgruppe A) und zu wenig Kohlenhydrate. Daraus folgt, man nimmt an Gewicht zu und bildet eine Grundlage für Stoffwechselerkranungen.


  11. Glyx-Diät
    Ein hoher Insulinspiegel im Blut erschwert den Abbau von Körperfett. An dieser simplen Tatsache setzt das Konzept der Glyx-Diät. Der Glyx ist der Glykämische Index und wird offiziell mit Gi abgekürzt. Es gibt - vereinfacht ausgedrückt - an, wie stark ein bestimmtes Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lässt, sobald man es gegessen hat. Wenn man Süßes isst, schnellt der Blutzuckerspiegel in die Höhe, fällt aber anschließend rasch wieder ab, und Hunger stellt sich ein. Aus diesem Grund sind bei Glyx-Diäten Lebensmittel mit niedrigem Index angesagt, etwa Naturreis und Vollkorn, die längerfristig satt machen.
    Unser Fazit: Die Kohlenhydrate zu differenzieren, ist grundsätzlich empfehlenswert. Das Glyx-Prinzip hat einen Nachteil: es ist kompliziert, weil man die Tabelle mit den entsprechenden Werten im Kopf haben muss. Auch spielt die Zusammensetzung der ganzen Mahlzeiten eine Rolle dabei, wie schnell der Blutzuckerspiegel steigt.  


  12. Fastenkuren
    Fasten stellt im Gegensatz zum Hungern einen freiwilligen, totalen bzw. weitgehenden Nahrungsverzicht dar. Ziele der Fastenkuren: Gewichtsreduzierung, Linderung rheumatischer Erkrankungen, Entschlackung und Entlastung des Körpers, positive Beeinflussung des Körpers, positive Beeinlfussung der Stimmungslage. Im Folgenden werden Beispiele von Fastenkuren vorgestellt.

    Totalfasten
    Das totale Fasten, auch "Nulldiät" genannt, bezeichnet die strengste Form des Fastens, da auf jegliche Nahrungsaufnahme verzichtet wird. Der Fastende trinkt täglich lediglich 2 - 3 Liter kalorienfreie Getränke wie Mineralwasser und Kräutertee. Um einer Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen entgegenzuwirken, werden diese Nährstoffe oft zusätzlich in Form von Präparaten gegeben. 

    Heilfasten
    Diese Methode des Fastens empfiehlt sich als Therapie für bestimmte Erkrankungen, aber auch als vorbeugende Maßnahme. Die gesamte Dauer der Heilfastenkur beträgt ca.
    3 - 4 Wochen. Sie beginnt mit 1 - 3 Entlastungstagen, als Obst-, Hafer- oder Reistage. Ziel ist es, den Körper langsam auf die eigentliche Fastenperiode vorzubereiten. Während der Kur soll viel getrunken werden. Morgens und nachmittags 1/4l Tee, mittags 1/4l Fruchtsaft und zusätzlich über den ganzen Tag verteilt 2l Mineralwasser. 

    Gesundheitliche Nachteile
    - Fasten führt zum Abbau von Muskelmasse. Diese fördert eine schnelle Gewichtszunahme nach Beendigung des Fastens. 
    - Der Körper drosselt angesichts der Notsituation seines Grundumsatz: er verbraucht weniger Kalorien, was den Jojo-Effekt begünstigt.

    Unser Fazit
    : Selbst Gesunde sollten höchstens unter ärztlicher Aufsicht fasten- und diese Diät nicht als Lösung ihrer Gewichtsprobleme sehen. Ungeeignet zur Gewichtsreduzieren.

  13. Appetitzügler
    Ausnahmsweise sind sich sämtliche "Experten" und Lehrbücher bei der Bewertung von Appetitzüglern einig: Sie reduzieren kurzzeitig das Gewicht. Nach Beendigung der Pilleneinnahme wird das Ausgangsgewicht aber fast immer wieder erreicht. Der kurze Erfolg hat einen hohen Preis: es kann zu Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck, bei längeren Einnahmen auch zu Psychosen und Abhängigkeit führen.
    Unser Fazit: Für keine der vielen Kapseln, Pillen und Tabletten ist einwandfrei erwiesen, dass sie das dauerhafte Abnehmen wirklich erleichtern. Ergo: nicht empfehlenswert!

 

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So erkennst Du sinnlose Diäten!
  • Dir wird versprochen, dass du schnell ein paar Kilos verlierst und das ganze ohne Umstellung der Essensgewohnheiten
  • Wenn du eine Diät hast, dir die sagt dass du weniger als 1000 kcal am Tag zu Dir nehmen sollst
  • Wenn es eine einseitige Diät ist. Beschränkt dich also hauptsächlich auf ein Nahrungsmittel
  • Wenn Dir bestimmte Lebensmittel streng verboten werden
  • Wenn eine Diät mit Vorher-Nachher-Bilder massiv am Werben ist.
  • Es werden Institute, Kliniken und Wissenschaftler erwähnt, um ein Produkt besser zu publizieren
  • Erfolgs- und Geldzurückgarantien werden dem Kunden wie Honig um den Mund geschmiert.

 

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So erkennst Du sinnvolle Diäten!
  • Trotz der Diät darf man ausgewogene und vielseitige Lebensmittel zu sich nehmen. Dennoch fettbewusst.
  • Trotz der Diät darf / soll man über 1200 kcal zu sich nehmen
  • Die Diät "erklärt" dir den Umgang mit vitamin- und mineralstoffreiche Kost.
  • Diät hin oder her - es gibt keine Verbote.
  • falsche Essgewohnheiten werden dir ggf. von einem Berater erläutert.
  • Die Diät bzw. die Gewichtsabnahme kommt langsam, es gibt keine Blitzdiäten.

 

Das "Ernährungsmärchen"

Die bekannten Märchen... sind sie nicht schön. Jahrhunderte sind sie schon in aller Munde. Bekannte auf fast jedem Kontinent aber dennoch ist es einfach nur - widerlegter - Schwachsinn. Abends essen, Rohes Gemüse, Brauner Zucker. Wer kennt es nicht.

Hier sind unsere TOP 5 dieser Märchen (mit Erklärung)

 

  1. "Abends essen macht dick"
    Natürlich sollte man nicht noch 2 Portionen Kartoffelsalt, mit 5 heißen Wienern essen, dazu vielleicht noch ein schönes Steak und ein Liter Bier. Dann gerne noch ein paar Kippen rauchen und fünf Minuten später ins Bett gehen. Denn es kommt nicht darauf an wann gegessen wird, sondern was und wie viel gegessen wird. Aber wenn die oben angegebene Mahlzeit bereitsteht dann sollten 2 - 3 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Bett eingehalten werden. 

  2. "Wenn du abnehmen möchtest, darfst du kein Fett essen"
    Zu wenig Fett durch die Nahrungsaufnahme führt zu einer blöden Kettenreaktion im Körper. Zu wenig Fett bedeutet zu wenige fettlösliche Vitamine. Das bedeutet Hormonhaushalt gerät durcheinander und das wiederrum bedeutet dass die Immunabwehr auf kurz oder lang kapitulieren wird. In unserer Berechnung kannst Du dir deinen täglichen Kalorienbedarf und davon auch deine tägliche Fett-Zunahme ermitteln. Probiere es einfach aus. 

  3. "Diätprodukte haben weniger Kalorien"
    Achso? Ist das so? Diätprodukte haben oft genau so viele Kalorien (oft auch mehr) als herkömmliche Produkte gleicher Art. EINE Diät ist zum Abnehmen, ja. Aber DIÄTPRODUKTE als solches gibt es nicht. In ihrer Zusammensetzung dienen sie eher Patienten mit Diabetes. 

  4. "Brauner Zucker ist gesünder als Weißer"
    Wir wollen nun keine Träume kaputt machen aber der einzige Unterschied zu weißem und braunem Zucker ist, dass der braune Zucker Reste von eingedicktem Zuckersaft beinhaltet, was den Vorteil für mehr Kalium und Magnesium hat. Aber sonst sind die beiden Zuckerarten zu 99% identisch.

  5. "Rohes Gemüse ist am gesündesten"
    Nun ja, auch hier werden wir Träume zerstören. Aber z.B. die Karotte ist einfach nur eine Karotte und schon gesund. Aber eine gekochte Karotte spaltet sich erst beim kochen so sehr, dass sie ihre Karotinoide auf das fünffache erhöht. Eine Tomate ist ebenfalls auf ihre Art gesund. Aber erst durch das zerkleinern werden ihre Lycopin freigesetzt.

 

Schritt 2.2. | Kalorienverbrauch

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Gasstraße 8
24340 Eckernförde

Tel.: (04351) 58 89
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